Halb Mensch, halb Soundsystem:                     Tony Andrews.

 
 
Die Gleichung ist simpel, und es gibt fast keine Ausnahmen davon: schlechter Sound = schlechte Party. Denn was nützen grandiose Platten, ein leidenschaftliches DJ-Set und ein aufgekratztes Publikum, wenn die Anwesenden statt markerschütternder Bässe und klarer Höhen nur dumpfes Mumpf-Mumpf-Mumpf vernehmen? Wie der oder die Einzelne die Musik dann während der Party empfindet, das ist eine zutiefst individuelle Angelegenheit. Aber zumindest zwei Faktoren lassen sich ausmachen, die für jedermann und -frau bestimmen, ob der Klang im Club nun objektiv gut ist oder schlecht: die Anlage, von der die Musik kommt, und der Raum, in dem sie steht. Die Lautsprechersysteme von Funktion One gelten als eine der weltweiten Referenzen für guten Klang. Wir haben den Gründer und konzeptionellen Vordenker Tony Andrews auf seinem Firmen- und Wohnsitz in der Nähe von London besucht. Mindestens ebenso wichtig wie eine möglichst gute Anlage ist die Akustik des Raums, in dem die Party stattfindet. Für unsere Strecke über „Klang im Club“, hat der in Berlin lebende, US-amerikanische Produzent und DJ Daniel Wang seine Erfahrungen mit Clubakustik zwischen London und Tokio aufgeschrieben.
 
Seit zehn Jahren beschallen die Lautsprecher von Funktion One weltweit Clubs, Festivals und Konzerte. „Der Unterschied zwischen schlechtem und gutem Klang ist wie der Unterschied zwischen grässlichem Wetter und einem sonnigen Tag“, sagt der Unternehmensgründer Tony Andrews: „Beides ist Wetter, aber das eine schlägt aufs Gemüt, das andere hebt die Laune.“
 
Was haben der Space-Club auf Ibiza, ein Dutzend Kirchen in Korea, der Millennium Dome in London und Underworld gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht allzu viel – außer, dass sich alle für die Lautsprecher des britischen Herstellers Funktion One entschieden haben. Eine Entscheidung, mit der sie in den vergangenen Jahren nicht alleine standen. Die britischen Boxen sind ebenso im Cielo (New York), in der T-Bar (London), im Lux (Lissabon) und im Berghain (Berlin) zu finden. Sie kamen bei großen Festivals wie dem Glastonbury, dem Creamfields oder dem Detroit Electronic Music Festival zum Einsatz und beschallten die Fans bei Tourneen der Chemical Brothers, von Massive Attack und Jamiroquai. Konkurrierende Anbieter wie Martin Audio, Phazon oder JBL bieten ebenfalls Hightech-Boxen mit Spitzensound. Aber zurzeit können sich viele Clubbetreiber, Konzertveranstalter und Musiker auf Funktion One einigen. Was macht der Hersteller also anders als andere?
 
 
Familiär: Das Funktion One-Team im Jahr 2008.
Das kleine Örtchen Dorking in der Grafschaft Surrey liegt rund vierzig Kilometer südlich von London entfernt. Vom Flughafen Gatwick aus fährt man eine halbe Stunde durch sattgrüne Landschaften, eine eher dünn besiedelte Gegend mit Gutshäusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert und großzügig geschnittenen Grundstücken. Der Firmensitz von Funktion One liegt auf einem mehrere tausend Quadratmeter großen Gelände, auf dem drei kleine Fachwerk-Häuschen, drei neue Audis der obersten Preisklasse, zwei lang gezogene Flachbauten, ein Seerosenteich, sowie eine große Wiese Platz finden. In dieser Idylle, die in scharfem Kontrast steht zu den lauten Einsatzorten der Produkte, die hier entstehen, arbeiten und leben zum Teil auch die Mitarbeiter von Funktion One. Die Firma ist ein Familienunternehmen: Sechs der 16 Mitarbeiter sind miteinander verheiratet, der Weg vom Büro in das Wohnzimmer von Gründer Tony Andrews und seiner Frau Ann beträgt circa drei Meter. Und um in die Abteilung für Forschung und Entwicklung zu gelangen, müssen Mitarbeiter und Besucher einfach einmal quer durchs Büro gehen und dort eine Tür öffnen. In dem gerade mal fünfzig Quadratmeter großen Raum dahinter thronen auf einer Seite verschiedene Funktion-One-Lautsprechermodelle. In der Raummitte steht ein Rack mit Verstärkern sowie einem CD-Player, auf der gegenüber liegenden Seite findet sich eine Werkbank, auf dem Boden liegen einzelne Lautsprecher-Teile aus Holz. Nicht gerade ein Hightech-Labor mit komplizierten Messgeräten also, stattdessen herrscht Bodenständigkeit. Neben einem kleinen Werkzeug-Raum mit dem herrlichsten Kabelgewusel schließt sich das Lager an, in dem sich die in Kartons verpackten Lautsprecher in Regalen stapeln. Das war es dann auch schon mit den Firmenräumen. Eine Produktionsstätte gibt es nicht, die Lautsprecher werden nach Prototypen von externen Unternehmen in Großbritannien hergestellt.
 
 
Tony Andrews ist ein Mann von 59 Jahren, der mit seinem vollen, grauen Haar, den engen Jeans und den Turnschuhen eine spezielle Mischung aus Reife und unaufgesetzter Jugendlichkeit ausstrahlt. Eigentlich ein Hippie, denkt man, und fühlt sich von den großformatigen Psychedelik-Bildern in seinem Wohnzimmer bestätigt. Schon mit 16 Jahren hat er zwar seinen ersten Lautsprecher gebaut, aber nie eine Ausbildung dafür absolviert. „In mancherlei Hinsicht war das auch ein Vorteil“, sagt er, „weil ich nicht wusste, welche Regeln man nicht brechen darf.“ Nach einem abgebrochenen Geologie-Studium arbeitete Andrews als Konzert-Roadie. Enttäuscht von den meisten damaligen PA-Anlagen kam er zu dem Entschluss, dass er es besser könnte. 1977 lernte Andrews dann John Newsham kennen, seitdem sind die beiden ein Team: Andrews ist vor allem für das Design der Lautsprecher verantwortlich, Newsham arbeitet als Live-Soundengineer. Mit ihrer Firma Turbosound sorgten die zwei zunächst in den achtziger Jahren bei Konzerten von Pink Floyd, Dire Straits oder Joni Mitchell für satten Klang. 1993 verkauften sie Turbosound, und Andrews zog sich für sechs Jahre zurück. In dieser Zeit entwickelte er neuartige Prototypen, die 1999 im Millennium Dome in London Premiere feierten. Die Feier war der offizielle Startschuss für Andrews’ und Newshams neues Unternehmen: Funktion One.
 
 
„MUSIK SPRICHT DIREKT DIE SEELE DER MENSCHEN AN.“ – TONY ANDREWS
 
Buummm, buummm, buummm. Egal, wo man steht, die Bassdrum ummantelt einen mit einer geradezu stofflichen Wärme. Es ist ein lauer Sommerabend in Berlin, und der Tape Club stellt sein neues Soundsystem vor. Etwa einhundert Leute sind gekommen, man schaut sich um, registriert die baulichen Maßnahmen zur Verbesserung der Akustik – und vor allem hört und fühlt jeder der Anwesenden, dass der Klang in dem Club nicht nur besser ist als je zuvor, sondern dass er jetzt sogar einer der besten der Stadt sein dürfte. Das gesamte Klangspektrum scheint ungeheuer detailliert und klar wiedergegeben zu werden, die Musik ist dabei geradezu körperlich einnehmend. Es gibt nichts Langsames, Zögerndes an dem System. Ob tiefste Bässe, Klavier- oder Percussion-Elemente: Jeder Bestandteil der Musik ist gleichzeitig da. Die Selbstverständlichkeit, mit der hier Musik in all ihren Nuancen völlig unangestrengt vermittelt wird, ist beeindruckend. Immer wieder kontrolliert David Bruml, ein Funktion-One-Mitarbeiter aus Großbritannien, wie sich der Klang mit zunehmender Fülle auf sämtlichen Punkten der Tanzfläche verändert. Fürs erste scheint er zufrieden zu sein. Das Tape ist neben dem Berghain der zweite Club in Deutschland, der auf den britischen Hersteller setzt. Es hat lange Zeit gebraucht, bis die Berliner Clubszene soweit war, auch mal einen sechsstelligen Euro-Betrag in guten Klang zu investieren. Die Nomadenzeit der großen Clubs ist vorüber, es haben sich Orte etabliert, an denen die Betreiber auch länger als drei Jahre mit einem konstanten Umsatz rechnen können. Und bei 20.000 Euro, die man für einen einzelnen Lautsprecher des Funktion-One-Spitzenmodells Dance Stack auf den Tisch legen muss, sollte man sich der geschäftlichen Grundlage auch einigermaßen sicher sein. Andere Städte wie zum Beispiel Frankfurt am Main konnten dagegen schon früher ganz andere Geschütze auffahren – hier blieben Clubs meist längere Zeit an einem Ort, und die Betreiber waren von Anfang an eher Profis denn enthusiastische Laien.
 
 
Halb Mensch, halb Soundsystem: Tony Andrews.
 
Was ist das überhaupt, ein Lautsprecher? Materialien und Bauformen haben sich zwar ständig weiterentwickelt, aber am grundsätzlichen Prinzip hat sich in den vergangenen 75 Jahren wenig geändert. Ein Lautsprecher besitzt in der Regel eine bewegliche Schwingspule, die mit einer Membran verbunden ist und sich im Takt des durch sie hindurch fließenden Stroms von dem sie umgebenden Magnetfeld abstößt. Die dadurch ausgesendeten Schallwellen werden von den ähnlich funktionierenden menschlichen Ohren empfangen. Mikrofon und Lautsprecher (beide funktionieren nach demselben Prinzip, nur in unterschiedlichen Richtungen) waren ein Nebenprodukt bei der Erfindung des Telefons in den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts. Einhundert Jahre später wurden erstmals Soundystems in Diskotheken installiert, die komplett auf die Anforderungen des jeweiligen Raums und die darin gespielte Musik zugeschnitten waren. Die Reproduktion von Tanzmusik erforderte damals wie heute eine klare Aufteilung in tiefe und hohe Frequenzen. Der Bass sollte den Magen massieren, die Percussion-Elemente und Stimmen aber müssen möglichst naturgetreu wiedergegeben werden.
 
 
Der bekannteste Klang-Ingenieur für solche Aufgaben war lange Zeit der Amerikaner Richard Long. Bis zu seinem Tod Ende der achtziger Jahre prägte er mit seinen großformatigen Boxenwänden in der Paradise Garage und dem Studio 54 in New York, dem Zanzibar in New Jersey und dem Dorian Grey in Frankfurt die Clubszene maßgeblich. Long benutzte Lautsprecher verschiedener Fabrikate, die er so kombinierte und einstellte, dass auch bei hoher Lautstärke und druckvollen Bässen eine bis dato unbekannte Klarheit herrschte. Je mehr davon, fand er, desto besser. In dieser The-Bigger-The-Better-Tradition steht auch die Arbeit von Funktion-One-Chef Tony Andrews. Zumindest was sein Spitzenprodukt, den Dance Stack, betrifft. Den Lautsprecher hatte er 2003 für den Club Maze in Miami konzipiert, der ein möglichst großes, feststehendes Lautsprecher-System haben wollte – mit viel Bass und einer Optik, welche die Konkurrenzclubs das Fürchten lehren sollte. Für Andrews waren fest installierte, optisch möglichst eindrucksvolle Boxen eine willkommene Abwechslung, hatte er zuvor doch vor allem kombinierbare Lautsprecher-Systeme entwickelt, die möglichst kompakt gebaut und für die Strapazen des Tourbetriebs ausgerichtet sein mussten. Mit über drei Metern Höhe wirkt der Dance Stack wie eine Ikone der Technik; die silbernen Hochtöner, die über den Bass-Lautsprechern und einem Mitteltöner thronen, strahlen einen fast bösartigen Glamour aus. Das Innenleben des Flaggschiffs unterscheidet sich jedoch nicht von dem der anderen Funktion-One-Modelle. Das technisch Besondere an Andrews Lautsprechern ist, dass in ihnen ein eigens patentiertes System steckt – über das sich Andrews aber nicht wirklich äußern mag. Betriebsgeheimnis.
 
 
Das Beschallen eines Clubs stellt nicht nur an die Lautsprecher höhere Anforderungen als das Beschallen eines durchschnittlichen Wohnzimmers. Wenn Musik mit 20.000 Watt aus den Lautsprechern jagt, müssen sämtliche beteiligten Komponenten aufeinander abgestimmt sein, sonst wird aus dem Ausgangssignal sehr schnell ohrenbetäubender Klangbrei: Neben der jeweiligen Raumakustik (auf die der Text von Daniel Wang näher eingeht), sind auch die Qualität des Tonsignals, der Tonabnehmer, das Mischpult, die Verstärker und die Positionierung der Lautsprecher im Raum von Bedeutung. Um eine größtmögliche Kontrolle und ein reibungsloses Ineinandergreifen sämtlicher Komponenten zu gewährleisten, gibt Funktion One darum, wenn erwünscht, seinen Kunden eine Rundum-Beratung. Dabei suchen die Experten auch nach ungewollten Verzerrungen, dem größten Feind eines als angenehm wahrgenommen Klangs. Die Verzerrungen entstehen entweder durch Eigenschwingungen von Objekten, die sich im Raum befi nden, oder durch Equipment, das den ursprünglichen Frequenzgang nicht getreu wiedergibt. Sie fügen dem Ausgangssignal Frequenzen hinzu, die im Quellmaterial gar nichtvorhanden sind. Die Musik wird dadurch unmusikalischer empfunden. Und nicht nur das: Ungewollte akustische Verzerrungen sind – neben zu hoher Lautstärke natürlich – schädlich für das Gehör. Und sie schlagen sich auf die Stimmung der Tänzer nieder.
 
 
Der Funktion-One-Chef Andrews hat beobachtet, dass die Leute dadurch auf sich selbst zurück geworfen werden: „Sie gehen in sich anstatt aus sich heraus“, sagt er. „Der Unterschied zu sauberem Klang ist wie der Unterschied zwischen grässlichem Wetter und einem sonnigen Tag: Beides ist Wetter, aber das eine schlägt aufs Gemüt, das andere hebt die Laune.“ Für Andrews liegt die Abstimmung der Lautsprecher irgendwo zwischen Kunst und Wissenschaft. Zuviel persönliche Vorliebe verändere das Ergebnis zu stark in eine Richtung. Aber eine rein auf Messwerte setzende Ausrichtung erfasst seiner Meinung nach nicht den gewünschten Gesamteindruck. Eine gute Anlage sei am Ende ein bisschen wie ein gut komponierter Cocktail: So, wie man den Alkohol nicht herausschmecken sollte, sollte man die Lautstärke nicht als laut wahrnehmen. Beides ist nicht ungefährlich. „In den Ohren sollte es niemals klingeln“, sagt Andrews. „Und wenn sie anfangen zu jucken, ist das eine Warnung dafür, dass unwiderruflich ein paar der sensiblen Haarzellen zerstört wurden.“
 
 
Der gute Ton gehört bei Funktion zum guten Ton.
 
Andrews macht keinen Hehl daraus, wie enttäuscht er über das in seinen Augen gesunkene Wahrnehmungsvermögen vieler Menschen ist. Die fortschreitende Digitalisierung empfindet er als Barbarei. „Man sollte dafür kämpfen, MP3s wieder aus den Clubs zu verbannen“, schimpft er. „Die sind vielleicht okay für den Heimgebrauch, aber auf einer großen Anlage ist der Mangel nicht zu überhören.“ Es spreche doch nichts dagegen, statt MP3s die besser klingenden, aber größeren WAV-Dateien zu benutzen – Speicherplatz sei schließlich billig. Andrews betont außerdem, dass er nicht mit jedem gewillten Interessenten Geschäfte machen muss. Ihm sind ein grundsätzliches Verständnis und die Anerkennung seiner Klangphilosophie wichtig. Dann könne man über das Geschäftliche reden.
 
 
Tony, wie wichtig ist dir der Klang deiner Umgebung?
 
Das erste, wonach man beim Sound Ausschau hält, ist die eigene innere Balance. Es ist faszinierend, wie hoch aufgelöst unser Gehör ist. Es ist unserer visuellen Fähigkeit deutlich überlegen.
Selbst wenn wir uns nur zwei Grad in eine bestimmte Richtung bewegen, können wir das akustisch registrieren. Wir verarbeitenständig unbewusst akustische Informationen, wir wissen, ob wir uns außerhalb oder innerhalb eines Raums befinden und auch, wie dieser beschaffen ist. All diese Information bekommen wir von unserem Gehör – das zudem noch für unseren Gleichgewichtssinn zuständig ist.
 
 
Wie kam es, dass ihr euch mit Funktion One von Anfang an auf die Beschallung von Veranstaltungen mit elektronischer Tanzmusik spezialisiert habt?
 
Weil ich Tanzmusik immer mochte, deren Inhaltslosigkeit und die klare Trennung von Höhen und Tiefen. Ich habe das erste Turbosound-System zum Beispiel mit Musik von James Brown entwickelt. Bei Rockbands sind alle Frequenzen in die Mitte gepackt, es ist letztendlich nur Weißes Rauschen. Für sie muss es immer ein Line Array (ein Beschallungssystem, bei dem die Lautsprecher übereinander angeordnet sind, Anm. d. A.) sein, ansonsten blocken sie ab. Die Dance-Leute interessieren sich dagegen nur dafür, ob der Klang ihre Moleküle wirklich zum Schwingen bringt. Und das funktioniert oft ganz irrational.
Spiritualität fängt für Tony Andrews in den Ohren an.
 
Hast du noch Bezug zur aktuellen elektronischen Musik?
 
Meine Lieblingsmusik ist House aus den Jahren 1985 bis 1990. House war kraftvoll, hatte Tonarten-Wechsel und einen Rhythmus. Vor über zwanzig Jahren haben die Leute einfach ein Soundsystem auf die Wiese gestellt und gefeiert. Meine Frau Ann und ich waren damals viel unterwegs und hatten den größten Spaß seit den Rolling Stones 1969. Die Leute haben sich ihren Raum zurückerobert und getanzt wie die Bekloppten. Sie waren glücklich – auch und gerade weil es keine Star-DJs gab. Und was passierte? Kurze Zeit später simulierten sie das Rock’n’Roll-Modell mit Stars auf der Bühne und passivem Publikum davor. Nach nur fünf Jahren der Freiheit wurden DJs zum Band-Ersatz, es wurde einem neuen Götzen gehuldigt. In Wirklichkeit geht es doch um uns, die Tänzer! Wir sollten das Ganze genießen und all unsere Energie geben.
 
 
Ein gemeinsames Sounderlebnis hat also einen befreienden Aspekt für dich?
 
Musik spricht direkt die Seele der Menschen an. Sie erreicht dabei Gegenden, die sonst kaum etwas erreicht – abgesehen von Religion vielleicht, und das ist nur eine Entschuldigung für Gedankenkontrolle. Musik ist ein Ort, an dem Menschen Kontakt zu ihrer Spiritualität finden. Und niemand kann sie für sich reklamieren oder ein Etikett draufkleben, sie ist nicht Teil einer
Idee, die Massen zu kontrollieren. Darum ist Musik so wichtig.
 
 
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